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Libanon droht wieder Krise -
Libanon droht wieder Krise
Spionageaffären, Ermittlungen in einem Mordfall und politische Spannungen zwischen pro-westlichen und pro-iranischen Kräften drohen, den Libanon erneut in eine Krise zu stürzen.
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Raketenabwehr umstritten -
Der letzte Feldversuch des neu entwickelten Raketenabwehrsystem „Stahldom“ soll „alle Erwartungen überstiegen“ haben. Doch Sinn und Effizienz des neuen Systems sind in Israel umstritten.
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Vergewaltigung oder Rassismus? -
Vergewaltigung oder Rassismus?
In Israel wurde ein Mann für 18 Monate ins Gefängnis geschickt, weil er sich ins Bett einer jungen Frau hineingelogen hat. Manche sprechen vom Schutz der Frauen, manche von Übertreibung, andere vermuten hinter dem harten Urteil Rassismus, weil der Mann Araber und die Frau Jüdin ist.
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Nach der Blockade -
Nach vier Jahren hat Israel die Blockade des Gazastreifens erheblich erleichtert. Doch das Leben im verarmten Landstrich ist noch weit von Normalität entfernt. Die Hamas scheint bisher von den Entwicklungen zu profitieren.
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Heißer Sommer im Libanon? -
Heißer Sommer im Libanon?
Kein Tag vergeht, an dem Israel und die libanesische Hisbollahmiliz sich nicht gegenseitig drohen und ihre eigene Bevölkerung vor einem Angriff der anderen Seite warnen. Zunehmend sind nun auch europäische UNIFIL-Soldaten von den Spannungen betroffen. Nach der Entdeckung von Erdgasreserven im Mittelmeer könnte auch dem deutschen Kontingent zur See Gefahr drohen.
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Die Schönen und die Biester -
Die Schönen und die Biester
In einer abgelegenen Kaserne in Nordisrael geben junge Soldatinnen jugendlichen Kriminellen Hoffnung auf ein neues, normales Leben.
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Nicht mehr still -
Vier Jahre lang hat Noam Schalit stillgehalten und auf seine Regierung vertraut. Aber jetzt hat der Vater eines verschleppten israelischen Soldaten genug: Er will den Staat dazu zwingen, einen Deal mit der Hamas zu machen.
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Bubenstreich in Hebron -
Für die einen ist es ein harmloser Bubenstreich gelangweilter Soldaten, für die anderen der Versuch, das Leid der Palästinenser vergessen zu machen. Ein Hip-Hop Tanz israelischer Elitesoldaten sorgt im Nahen Osten für Aufruhr.
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Wieder beste Freunde? -
Einen herzlicheren Empfang hätte Israels Premier sich in Washington nicht wünschen können. Er kehrt mit handfesten Versprechen für Israels Atomprogramm zurück, und musste sich zu nichts verpflichten. Nachdem es monatelang in den israelisch-amerikanischen Beziehungen kriselte, sollen nun alle Spannungen beigelegt sein. Was dies für den Friedensprozess bedeutet bleibt allerdings unklar.
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Jerusalem - Die geteilte vereinte Stadt -
Jerusalem - Die geteilte vereinte Stadt
Israels Premiers und Politiker bezeichnen Jerusalem gern als ihre "ewige, unteilbare Hauptstadt". Durch die umstrittene Hauptstadft des Judenstaates ziehen sich jedoch unzählige Trennlinien. Wie leben die Menschen hier wirklich zusammen? Ein Blick auf den komplexen Alltag der Heiligen Stadt.
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Liebe wider Willen -
Dass Fußballfans ihr Team anfeuern ist Routine. Wenn die Mannschaft aber für Deutschland spielt und die Fans Israelis sind, ist das außergewöhnlich. Trotz der belasteten Geschichte ist die deutsche Nationalelf eins der beliebtesten Teams im Land.
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Neue Kompetenzen für alte Richter -
Neue Kompetenzen für alte Richter
Selbst israelische Medien hatten bisher nur wenig Gutes über die Kommission zu sagen, die Premier Benjamin Netanjahu eingesetzt hatte, um die blutige Übernahme des türkischen Schiffes „Mavi Marmara“ Ende Mai zu untersuchen. Damals hatten israelische Soldaten neun türkische Staatsbürger bei dem Versuch, die Seeblockade des Gazastreifens zu brechen, getötet. Nicht nur die Zusammenstellung der Kommission, drei Pensionäre mit einem Durchschnittsalter von 83 Jahren und zwei internationale Beobachter ohne Befugnisse, wurde bemängelt, sondern auch die mangelnden Vollmachten. Die Kommission habe einfach keine Zähne, schrieb ein Kommentator und äußerte den Verdacht, Netanjahu wolle sich einen Persilschein ausstellen lassen. Aber der Richter spielt Netanjahus Spiel nicht mit, Er fordert weitgehende Kompetenzen.
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Eklat um Gazabesuch -
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hatte auf Kooperation gesetzt. Aber allen diplomatischen Anstrengungen zu trotz machte Israel einem geplanten Besuch im Gazastreifen in letzter Minute einen Strich durch die Rechnung.
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Wem gehört der Judenstaat? ein Hintergrund -
Wem gehört der Judenstaat?
Der Streit um eine Schule in Israel legt den tiefen Graben zwischen säkularen und ultra-orthodoxen Juden offen. Nicht nur Politiker sehen in den neuesten Unruhen im Land den Anfang eines entscheidenden Kulturkampfs. Blutvergießen konnte vorerst vermieden werden.
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Gene und Geschichte -
Molekularbiologische Studien könnten dabei helfen, Fragen zu beantworten, über die sich Historiker, Rabbiner und Politiker bereits seit Jahrhunderten streiten. In einer Studie menschlichen Erbmaterials untersuchten Forscher die genetische Verwandtschaft verschiedener Bevölkerungsgruppen, und gaben Antwort über Herkunft und Geschichte des jüdischen Volkes. Die Forschungsergebnisse sind medizinisch und historisch wertvoll, könnten allerdings in der Politik höchst problematische Anwendungen finden.
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Rettung aus Südafrika -
Die Fußballweltmeisterschaft könnte da Erfolg haben, wo die internationale Diplomatie versagt. Wenn Geschichte als Anhaltspunkt dienen kann, steht der Region ein ruhiger Monat bevor, zum Unmut mancher Extremisten.
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Wieder allein -
Es ist noch nicht lang her, da fühlten Israelis sich ständig belagert und bedroht. Der Friedensprozess verwandelte dieses Lebensgefühlfür kurze Zeit. Spätestens seit der blutigen Übernahme des Schiffes „Mavi Marmara“, das mit internationalen Aktivisten und Hilfsgütern an Bord die Blockade des Gazastreifens durchbrechen wollte, machte diesem neuen Gefühl ein jähes Ende. Nachdem israelische Kommandos neun Menschen im Mittelmeer töteten und die Welt empört aufschrie, fühlt Israel sich wieder angegriffen und zunehmend isoliert.
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Israel lehnt internationale Untersuchungskommission ab -
Israel lehnt internationale Untersuchungskommission ab
Israel hat die Idee einer internationalen Untersuchungskommission nach dem Zwischenfall im Mittelmeer abgelehnt, unterdessen entfaltet sich die Krise weiter. Lesen Sie hier mehr.
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Medienkrieg geht weiter -
Während Israel nach dem Zwischenfall im Mittelmeer um Schadensbegrenzung bemüht ist, versuchen Israels Gegner, das Debakel zu ihren Gunsten auszuschlachten.
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Druck auf Israel hält an -
Nach dem Debakel der blutigen Übernahme eines Hilfskonvois internationaler Aktivisten durch israelische Kommandos lässt der Druck auf Jerusalem nicht nach. Noch wehrt Israels Premier Benjamin Netanjahu sich gegen die Einrichtung einer Untersuchungskommission, aber selbst innerhalb des Kabinetts wird die Forderung nach einer Untersuchung des Zwischenfalls im Mittelmeer laut.
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Ende eines Bündnisses -
Einst galt die Türkei als Israels wichtigster Verbündeter in der Region. Das scheint nun endgültig vorbei zu sein. Der Kurswechsel Ankaras in Bezug auf Jerusalem weist aber auf mehr als nur die bilateralen Beziehungen hin. Premier Racip Erdogan richtet seinen Staat neu aus.
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Scharfe Kritik an Israel -
Nach der blutigen Übernahme eines internationalen Hilfskonvois sah Israel sich gestern scharfer Kritik auch von Seiten guter Verbündeter ausgesetzt. Die Aktion im Mittelmeer rückt die Blockade des Gazastreifens erneut ins internationale Rampenlicht. Kaum jemand beachtet dabei aber die Rolle, die Ägypten spielt.
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Warum haben wir sie nicht versenkt? -
Warum haben wir sie nicht versenkt?
Die Euphorie vor der Übernahme des Hilfskonvois im Mittelmeer wich nach dem Blutbad an Bord der „Mavi Marmara“ einer Katerstimmung. Regierung, Armeeführung, die Aktivisten und der Rest Welt geraten ins Kreuzfeuer einer Bevölkerung, die sich nicht verstanden fühlt. Nur die Soldaten, die an Bord geschickt wurden, nimmt ganz Israel in Schutz.
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Kritik ja, aber fair - Kommentar -
Kritik ja, aber fair - Kommentar
Israel steht wieder am Pranger, diesmal wahrscheinlich zu Recht. Nichts kann entschuldigen, dass neun Zivilisten bei der blutigen Übernahme des internationalen Hilfskonvois im Mittelmeer getötet wurden. Selbst die Belagerung des Gazastreifens, lässt sich kaum verteidigen – weder moralisch, noch politisch. Sie hat der Herrschaft der Hamas im Gazastreifen nicht geschadet, sondern sie vielleicht sogar gestärkt. Ihr Wiederaufrüsten hat die Blockade nicht verhindert. Die Islamisten besitzen bereits Raketen, die Tel Aviv erreichen können. Sie besitzen genug Munition, feuern sie ihre Raketen doch wöchentlich auf israelische Städte ab und schießen auf israelische Landwirte, die ihre Felder nah der Grenze bearbeiten. Aber trotzdem verfehlt ein großer Teil der Kritik ihr Ziel, und dass aus zwei Gründen.
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Dummheit hat ihren Preis - Kommentar -
Dummheit hat ihren Preis - Kommentar
Israels Regierung gefährdet mit ihrer Dummheit ihren Staat. Lesen Sie hier, warum
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Hintergrund - Die Blockade Gazas -
Hintergrund - Die Blockade Gazas
Israel und Ägypten erhalten seit dem Sommer 2007 eine Blockade des Gazastreifens aufrecht. Lesen Sie hier warum und mit welchen Konsequenzen.
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Blutbad im Mittelmeer -
Bei einer israelischen Kommandoaktion im Mittelmeer gegen einen Konvoi mit rund 800 internationalen Aktivisten sind mindestens 15 Menschen getötet und zig verletzt worden. Nun steht der Region eine neue Krise ins Haus.
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Sturm auf hoher See -
Israel bereitet sich auf die Ankunft hunderter Aktivisten vor, die am Samstag die Blockade des Gazastreifens mit acht Schiffen durchbrechen wollen. Die wollen medienwirksam einen Zusammenstoß mit der Armee provozieren, um Aufmerksamkeit auf die Blockade zu lenken.
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Beide haben Recht - ein Kommentar -
Beide haben Recht - ein Kommentar
Die Aktivisten, die die israelische Blockade durchbrechen wollen, haben Recht, genau wie Israel, dass die Aktivisten dafür kritisiert.
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Israel probt den Krieg -
Zum vierten Mal hält Israel eine einwöchige, landesweite Zivilschutzübung ab, die größte der Welt. Gestern wurde die gesamte Bevölkerung dazu angehalten, für zehn Minuten die Bunker aufzusuchen.
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Spuren der Bombe -
Die britische Zeitung „Guardian“ behauptet, den ersten schriftlichen Beweis dafür geliefert zu haben, dass Israel Atomwaffen besitzt. Israel dementiert scharf. Mit der Veröffentlichung der Protokolle mehrerer geheimer Treffen zwischen israelischen und südafrikanischen Ministern und Funktionären kommt Israels Atompolitik immer mehr unter Druck.
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Fenster zur Vergangenheit -
Fenster zur Vergangenheit
Der Restaurator Matthias Blana ist einer der wenigen Experten Deutschlands die sich darauf verstehen, antike Keramikscherben aus archäologischen Ausgrabungen wieder zu prachtvollen Vasen zusammenzufügen. Für ihn sind die alten Gefäße ein „Fenster zur Vergangenheit“.
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Jeden Freitag zur Demo -
Eine Mischung aus politischer Überzeugung, Abenteuerlust und Routine treibt jeden Freitag zig Israelis über die Grenze ins Westjordanland, wo sie Schulter an Schulter mit Palästinensern gegen den Bau von Grenzanlagen und Israels Besatzung demonstrieren. Dabei nehmen sie auch Gefahren in Kauf.
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Bald wieder Krise? -
Die indirekten Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern haben nach 18 Monaten Stillstand auf Druck aus Washington gerade erst begonnen. Mehrere Aussagen israelischer Politiker beschwören nun bereits die nächste Krise herauf.
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Israel als sicherer Hafen für Anleger -
Israel als sicherer Hafen für Anleger
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nahm gestern (Montag) einstimmig Slowenien, Estland und Israel in den exklusiven Kreis der 31 hochentwickelten Industrienationen auf. Die OECD bestätigt damit einen Insidertrend, der Israels Wirtschaft und die Landeswährung, den Neuen Israelischen Schekel (NIS), in den vergangenen Jahren als eine der stabilsten Investitionen weltweit ausgemacht hat.
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Ein friedlicher Krieg -
Die Libanesen behaupten, die wahren Erfinder von Hummus zu sein, eine Kichererbsenpaste, die in Nahost zu den Grundnahrungsmitteln zählt. Seit Monaten bezichtigen die Libanesen nun Israel, ihnen den Hummus als Nationalgericht geraubt zu haben. Das hat zu einem Krieg um Hummus geführt.
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Die weisse Intifada -
Das kleine palästinensische Dorf Bilin gilt als der Prototyp des friedlichen Widerstands gegen die israelische Besatzung. Nachdem die Attentatswelle der zweiten Intifada, der gewaltsame Aufstand gegen Israel, scheiterte, erhält Bilins Idee von der „weißen Intifada“ in der palästinensischen Gesellschaft immer mehr Zuspruch. Viele Orte im Westjordanland kopieren das „Bilin Modell“, politische Parteien übernehmen das Konzept. Von einer Massenbewegung kann aber noch keine Rede sein.
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Das Ende des Jordan? -
Bald wird es unmöglich sein, jemand über den Jordan zu bringen. Aus dem einst wichtigsten Fluss des Heiligen Landes ist ein schmaler Abwasserkanal geworden. Doch selbst diesem trüben, schmalen Rinnsal droht im kommenden Jahr das Aus, wenn nicht massiv eingegriffen wird.
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Neue Friedensverhandlungen in Nahost -
Neue Friedensverhandlungen in Nahost
Nach einem Jahr völligen Stillstands soll noch in dieser Woche der Nahostfriedensprozess wieder beginnen, doch nur wenige sehen dies als Anlass für neuen Optimismus.
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Vom Feind zum Kunden -
Der Flughafen in Tel Aviv war für arabische Israelis früher Sinnbild der Unterdrückung und Diskriminierung durch den Staat der Juden. Heute könnte er Dank Kooperation von Sicherheitskräften und arabischen Bürgerrechtlern zu einem Symbol der Koexistenz werden.
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Israel befürwortet Atomwaffensperrvertrag -
Israel befürwortet Atomwaffensperrvertrag
Israels stellvertretender Außenminister Danny Ayalon reagierte gestern (Donnerstag) auf einem Treffen mit ausländischen Journalisten auf die Forderung des US-Präsidenten Barack Obama, dass Israel dem Atomwaffensperrvertrag (non-proliferation treaty – NPT) beitritt. "Grundsätzlich unterstützen wir die Absicht, eine Welt zu schaffen, in der es keine Atomwaffen und keine Bedrohung gibt", sagte Ayalon. "Sobald in dieser Region ein Zustand friedlicher Koexistenz vorherrscht, sind wir durchaus dazu bereit, unsere Strategie der nuklearen Vieldeutigkeit zu überdenken", sagte Ayalon.
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Als die Schoa nach Israel kam -
Als die Schoa nach Israel kam
Als Agenten des Mossad am 11. Mai 1960 Adolf Eichmann in Buenos Aires ergriffen und nach Jerusalem brachten, begann einer der wichtigsten Gerichtsprozesse in Israels Staatsgeschichte. Mit dem Prozess gegen den Architekten des Holocausts setzte sich der Judenstaat zum ersten Mal offen mit den Schrecken des Völkermords der Nazis auseinander. Fünfzig Jahre danach sprach unsere Zeitung mit dem stellvertretenden Chefankläger Gabriel Bach.
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Die schlaue blonde Bombe -
Von wegen „schwaches Geschlecht“: Die israelische Kriminologin Dr. Anat Berko ist anderer Meinung: „Frauen sind gefährlicher als Männer.“ Es ist nur eine der Schlüsse aus einer Studie, die Berkos über weibliche palästinensische Selbstmordattentäterinnen veröffentlichte. Jahrelang hatte Berko Zugang zu Palästinensern in israelischen Gefängnissen. In unzähligen Gesprächen baute sie enge Beziehungen auf und erhaschte einen faszinierenden Blick in die Gedankenwelt palästinensischer Terroristen.
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Die Zukunft kommt aus Tel Aviv -
Die Zukunft kommt aus Tel Aviv
In wenigen Monaten beginnt in Israel das weltweit erste Pilotprojekt, das Elektroautos flächendeckend verkaufen will. Der kleine Staat im Nahen Osten will damit den Weg in eine sauberere, gesündere stabilere Zukunft weisen.
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Korruptionsaffäre erschüttert Israel -
Korruptionsaffäre erschüttert Israel
Jerusalemer mochten das Bauprojekt noch nie. Israelische Medien bezeichnen den riesigen Hochhauskomplex, der das „Holyland Hotel“ auf einem Hügel in der Stadt ersetzte, als „Schandfleck“. Neben dem Architektenstreit rangt sich nun angeblich „eine der größten Korruptionsaffären in der Staatsgeschichte“ Israels um die umstrittenen Luxuswohnungen. Zig Millionen Euro sollen Beamten zugeschoben worden sein, um den Bau der hässlichen Häuser mit dem traumhaften Ausblick zu genehmigen, Baurechte auszudehnen und Bauauflagen zu ignorieren. Als Hauptverdächtige gelten Ex-Premier Ehud Olmert, der zu Zeit der Planung als Jerusalems Bürgermeister amtierte, und sein Nachfolger Uri Lupolianski. Sechs Personen befinden sich bereits in Untersuchungshaft, eine Vielzahl hochrangiger Beamter steht unter Korruptionsverdacht.
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airberlin jetzt auch in Israel -
airberlin jetzt auch in Israel
Israel erfreut sich eines Besucherbooms. Das erkennen inzwischen auch deutsche Anbieter. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft airberlin steigt jetzt im großen Stil mit ein. Sie fliegt künftig Neun mal wöchentlich ins Heilige Land.
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Wo ein Wille ist da ist kein Weg -
Wo ein Wille ist da ist kein Weg
Jahrzehnte lang versuchte Israel den Waffenschmuggel in Rafah zu unterbinden. Seit wenigen Monaten bemühen sich die Ägypter mit derselben Absicht, und mit demselben Erfolg – nämlich vergeblich. Was Ausgaben in Milliardenhöhe und die Stationierung hunderter Soldaten nicht bewirken konnten, hat die Hamas jetzt mit einer Anordnung innerhalb von Stunden erreicht. Daraus kann man zwei wichtige Lehren ziehen.
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Hamas macht Tunnel dicht -
Für eine Organisation, die seit Jahren für den freien Zugang zum Gazastreifen auch unter der Erde kämpft, war es ein unerwarteter Beschluss: In der Nacht zum Mittwoch wies das Innenministerium der radikal-islamischen Hamas die Betreiber aller Schmugglertunnel in Rafah an, das Grenzgebiet zu verlassen und ihre Tunnel zu schließen. Seitdem die Hamas die Macht in Gaza hat, ist sie nicht nur großen Spannungen mit Israel, Ägypten und der Fatah ausgesetzt. Sie gerät zunehmend auch in Zwist mit ihren ehemaligen Waffenbrüder anderer radikaler Splittergruppen.
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Bombe ist nicht gleich Bombe -
Bombe ist nicht gleich Bombe
Augenscheinlich geht es Israels Kritikern um Fairness: Wenn der Judenstaat verlangt, dem Iran wegen dessen Atomprogramm Daumenschrauben anzulegen, dann muss auch Jerusalem sein nukleares Waffenarsenal aufgeben. Kann man Teheran anzuprangern, während Israel angeblich hunderte Sprengköpfe besitzt? Messen Israel und seine Verbündeten mit zweierlei Maß? Die Antwort darauf lautet eindeutig: Ja. Und das ist nicht nur rechtlich und moralisch vertretbar, sondern sogar überlebenswichtig.
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Israel zunehmend isoliert -
Israel zunehmend isoliert
Israels Premier hat kurzfristig seine Teilnahme an der Atomsicherheitskonferenz in Washington abgesagt. Beobachter werten dies als Zeichen seiner zunehmenden Isolation und der andauernden Krise mit den USA.
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90 Jahre Keren Hayesod -
Lange war der Keren Hayesod eine der wichtigsten Einrichtungen der zionistischen Bewegung. Jetzt feiert die ehemalige Bank der Zionisten ihren 90. Geburtstag. Trotzdem ist sie noch relevant.
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Von Pilgern und Fanatikern -
Von Pilgern und Fanatikern
An wohl keinem Tag werden die Quintessenz Jerusalems und die Problematik der Heiligen Stadt deutlicher als am Karfreitag, wenn sich hunderttausende Gläubige der drei monotheistischen Religionen auf dem Weg zu ihren Gebeten durch die engen Gassen der Altstadt aneinander vorbei drängen.
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US-Israel Krise eskaliert weiter -
US-Israel Krise eskaliert weiter
Beobachter bezeichnen die seit Wochen anhaltenden Spannungen zwischen Israel und den USA als „tiefste Krise seit Jahrzehnten“. Doch anstatt zu beruhigen, gießen Sprecher des rechten Lagers in Israel noch mehr Öl ins Feuer.
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Warum Israel allein bleibt -
Warum Israel allein bleibt
Die außenpolitische Isolation Israels wächst von Jahr zu Jahr. Längst gilt der Judenstaat nicht mehr als der kleine, sympathische David, der gegen eine arabische Übermacht ums Überleben kämpft. Stattdessen erscheint Israel als aggressiver Moloch, der seine Nachbarn terrorisiert. War man bisher in Jerusalem gewöhnt, Vorwürfe des UN-Rats für Menschenrechte zu ignorieren, weil sie von wenig glaubwürdigen Anklägern wie Libyen, China oder Saudi Arabien kamen, umfasst der Kreis der Israelkritiker und -feinde auch immer mehr westliche Staaten. In Umfragen bezeichnen Westeuropäer Israel als „größte Gefahr für den Weltfrieden“. Selbst die USA, Israels wichtigste und manchmal einzige Schutzmacht, schlagen neuerdings scharfe Töne gegen die Regierung in Jerusalem an. Warum das so ist erfahren Sie in diesem Artikel.
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Ruhiger Krisenherd -
Einen internationalen Krisenherd stellt man sich anders vor. Für den Zankapfel, der in den vergangenen Wochen die „schwerste Krise in den Beziehungen zwischen Israel und den USA seit Jahrzehnten“ heraufbeschwört hat, ist Ramat Schlomo erstaunlich langweilig. Ramat Schlomo ist ein typischer Vorort, wie man ihn an den Rändern israelischer Großstädte findet: terrassierte Mehrfamilienhäuser, die in der grellen Mittagssonne weiß glänzen, ziehen sich entlang breiter Straßen, die die Namen berühmter Rabbiner tragen. Trotzdem spielte Siedlung, oder der Stadtteil, in der vergangene Woche eine entscheidende Woche im Nahostkonflikt. Ein Besuch vor Ort.
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Schlechte Aussichten für den Frieden -
Schlechte Aussichten für den Frieden
Wenn nichts mehr schiefgeht, sollen Israel und die Palästinenser endlich indirekte Friedensverhandlungen aufnehmen. Doch welche Erfolgsaussichten hätten diese neuen Gespräche? Ein Analyse.
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Von schlauen und weisen Männern -
Von schlauen und weisen Männern
Israels Botschafter Michael Oren in den USA war am Wochenende höchst besorgt. Die Beziehungen zu Israels wichtigstem Verbündeten befänden sich „in der tiefsten Krise seit dem Jahr 1975“, sagte er in einer Konferenzschaltung mit Israels Konsuln in den USA. Seitdem US-Vizepräsident Joe Biden vergangene Woche bei seinem Staatsbesuch vom Gastgeber, Israels Premier Benjamin Netanjahu, brüskiert wurde, eskalieren die Spannungen.
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Schwerste Krise seit Jahrzehnten -
Schwerste Krise seit Jahrzehnten
Israels Botschafter Michael Oren in den USA war am Wochenende höchst besorgt. Die Beziehungen zu Israels wichtigstem Verbündeten befänden sich „in der tiefsten Krise seit dem Jahr 1975“, sagte er in einer Konferenzschaltung mit Israels Konsuln in den USA. Seitdem US-Vizepräsident Joe Biden vergangene Woche bei seinem Staatsbesuch vom Gastgeber, Israels Premier Benjamin Netanjahu, brüskiert wurde, eskalieren die Spannungen.
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Krieg um Jerusalem -
Jerusalems Bürgermeister wollte ohne Rücksicht auf Verluste ein arabisches Stadtviertel sanieren. Sein Vorhaben stößt auf Misstrauen, Palästinenser drohen offen mit einer neuen Intifada. Premier Netanjahu hielt den Plan in letzter Minute auf.
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Mossad sucht Agenten -
Seit dem Tod eines Hamasfunktionärs in Dubai, der im Januar angeblich von Mossad Agenten ermordet wurde, erfreut sich der israelische Geheimdienst einer neuen Beliebtheit.
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Jihad gegen die Schweiz -
Die Spannungen zwischen Libyen, der Schweiz und der EU nehmen weiter zu. Die UN hat den Aufruf des libyschen Revolutionsführers Muammar Ghaddafi zum Jihad, zum heiligen Krieg, gegen die Schweiz verurteilt. Dies gehöre nicht in die Arena der internationalen Politik, sagte der Chef der UN in Genf Sergei Ordzhonikidze. Ghaddafi hatte Muslime in aller Welt zum heiligen Krieg gegen die Eidgenossen, „die Zionisten und fremde Einmischung“ aufgerufen. Jeder Muslim, der mit der Schweiz kooperiere, sei ein „Abtrünniger“, der wider „den Propheten, Gott und den Koran handelt“, sagte Ghaddafi.
Anlass für den Streit ist die Entscheidung einer Volksabstimmung in der Schweiz, die künftig den Bau von Minaretten verbietet. Als eigentlicher Hintergrund gilt jedoch die Verhaftung von Ghadaffis Sohn Hannibal, der 2008 in einem Genfer Hotel mehrere Angestellte misshandelt haben soll. Obschon die Anklage später zurückgezogen wurde, hat Libyen auf mehrere Ebenen Vergeltung geübt. Der Ölstaat hat Milliarden von Schweizer Konten abgezogen und Diplomaten zurückbeordert. Seit einem Monat verteilt Libyen den Bürgern aus 28 europäischen Staaten des Schengener Abkommens keine Visas mehr.
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USA sollen ihre Sachen packen -
USA sollen ihre Sachen packen
Kurz nachdem die USA in einer versöhnlichen Geste einen neuen Botschafter nach Syrien entsandten, erhielt Washington einen Stümper aus Damaskus. Die Amerikaner „wollen unsere Region dominieren, fühlen aber, dass der Iran und Syrien sie davon abhalten“, sagte Irans Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad auf einem Staatsbesuch bei Syriens Präsident Baschar Assad. „Wir sagen ihnen, anstatt sich hier überall einzumischen, sollten sie ihre Sachen packen und abhauen“, so Ahmadinedschad, der in Damaskus aus den Führer der libanesischen Hisbollahmiliz Hassan Nasrallah traf. Die Hoffnung, Syrien aus seiner Entente mit Teheran zu locken, scheint gescheitert. Assad bekräftigte mit der Unterschrift eines weiteren Abkommens seine enge Bindung an Iran. Ahmadinedschad äußerte ferner seine Hoffnung, dass der Staat Israel bald untergehen werde.
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EU spricht Westjordanland Palästinensern zu -
EU spricht Westjordanland Palästinensern zu
In einer prinzipiellen Entscheidung hat der europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) den Palästinensern das Westjordanland zugesprochen, zumindest zollrechtlich. Die Palästinenser beanspruchen das 1967 von Israel eroberte Gebiet für sich. Israel hingegen bezeichnet das Westjordanland als „umstrittenes Gebiet“, errichtet hier Siedlungen und will im Rahmen eines Friedensabkommens Teile des Landstrichs annektieren. In einem Rechtsstreit über die Produkte der Firma Brita entschied das EuGH nun, dass das Gebiet zollrechtlich unter palästinensischer Oberhoheit steht. Brita führt Sprudelwasserbereiter und Zubehör der israelischen Firma Soda-Club ein, die eine Fabrik in Mischor Adumim betreibt. Mischor Adumim ist das Industriegebiet von Ariel, der größten Siedlerstadt im Westjordanland.
Israel wie auch die palästinensische Autonomiebehörde (PA) haben Zollabkommen mit der EU geschlossen und können Güter zollfrei einführen. Das EuGH entschied jedoch, dass für die Einführung von Gütern aus dem Westjordanland eine Herkunftsbestätigung des israelischen Zolls nicht ausreicht. Nur die PA könne hier die notwendigen Dokumente ausstellen. Damit stellt sich die EU auf die Seite der PA. Der Vorsitzende der israelischen Industrie- und Handelskammer Schraga Brosch bezeichnete das Urteil des EuGH als „Entscheidung mit einer politischen, nicht wirtschaftlichen Dimension. Seit Jahren erheben manche europäische Staaten Zoll auf Produkte, die in Siedlungen hergestellt werden. Für den Handel wird das Urteil kaum Konsequenzen haben“, sagte Brosch. Seit rund sechs Jahren wird Israel von der EU verpflichtet, den genauen Herkunftsort ausgeführter Waren anzugeben. In Großbritannien forderte die Regierung Händler bereits dazu auf, Waren aus Siedlungen besonders zu markieren.
Entscheidung der israelischen Regierung, auch Orte im Westjordanland zu „nationalen Kulturdenkmälern“ zu erklären und zu renovieren, stürzt die Region in neue Unruhen. Palästinas Präsident Mahmud Abbas warnt vor einem Religionskrieg, Sprecher palästinensischer Terrororganisationen drohen mit der Wiederaufnahme von Selbstmordattentaten. Israel weist die palästinensische Kritik als „Lügenkampagne“ zurück.
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Streit um Stammesväter -
Eine Entscheidung der israelischen Regierung, auch Orte im Westjordanland zu „nationalen Kulturdenkmälern“ zu erklären und zu renovieren, stürzt die Region in neue Unruhen. Palästinas Präsident Mahmud Abbas warnt vor einem Religionskrieg, Sprecher palästinensischer Terrororganisationen drohen mit der Wiederaufnahme von Selbstmordattentaten. Israel weist die palästinensische Kritik als „Lügenkampagne“ zurück.
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Muslim zeigt Juden christliche Bruderliebe -
Muslim zeigt Juden christliche Bruderliebe
Tiefer kann man einen Spion nicht einbetten. Mosab Hassan Jussuf diente als der wichtigste Agent des israelischen Inlandsgeheimdienstes, dem Schin Bet. Mosab ist der Sohn Hassan Jussuf, ein Gründer der Hamas. Jahrelang verhinderte Mosab unzählige Attentate und half dabei, Erzterroristen ins Gefängnis zu befördern. Sein Motiv ist überraschender als die Tat: Er handelte nicht aus Gier, sondern aus Nächstenliebe und einem Wunsch nach Frieden.
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Mubarak unter Druck -
Ein Jahr vor den entscheidenden Präsidentschaftswahlen wächst in Ägypten der Druck auf die Regierung. Kairo reagiert auf die Kritik von innen und von außen mit massiver Unterdrückung jeder Opposition.
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Operation verlängert erstmals Penis -
Operation verlängert erstmals Penis
Israelischen Chirurgen ist es erstmals mit einer neuen Methode gelungen, ein männliches Geschlechtsorgan entschieden zu verlängern und wieder voll funktionstüchtig zu machen.
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Sensationelle Funde in Jerusalem -
Sensationelle Funde in Jerusalem
Neue Funde neben dem Tempelberg in Jerusalem könnten eine Jahrzehnte alte Debatte über die Genauigkeit der Bibel entscheiden. Die Archäologin Elat Masar will die Stadtmauern König Salomos gefunden haben. Kritiker erwarten die Untersuchung der „potentiell sensationellen Funde“ mit Spannung.
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Mord wird zum Debakel -
Der Verdacht, dass der Mossad im Januar einen Hamasfunktionär in Dubai ermordete und dabei europäische Pässe nutzte erhärtet sich. Der perfekte Auftragsmord entwickelt sich zum diplomatischen Debakel. Die Dokumentation der Polizei in Dubai deckt geheime Arbeitsmethoden des Mossad auf, Schlampereien der israelischen Agenten lassen den gefürchteten Geheimdienst zuehmend in schlechtem Licht erscheinen.
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Politik in altem Stein -
Seit Jahrtausenden ringen Völker, Imperien und Staaten um die Herrschaft im „Heiligen Land“. Wer in der Gegenwart als rechtmäßiger Erbe gelten will, muss die Vergangenheit beherrschen. In diesem Identitätskampf ist jedes Mittel Recht. Das Arsenal reicht vom Bleistift, der auf Karten Ortsnamen festhält, über archäologische Funde und Schriften, bis zum Sprengstoff.
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Umstrittener König -
Kein biblischer Charakter wird im heutigen Israel so verehrt wie der fintenreiche König David. Die Debatte um die Historizität des rotschöpfigen Lausbuben entzündet in Israel vehemente Debatten.
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Mossad in Erklärungsnot -
Der israelische Geheimdienst Mossad wird hinter der Ermordung eines hochrangigen Hamasfunktionärs in Dubai im Januar verdächtigt. Nun könnte der Zwischenfall diplomatische Konsequenzen haben, da die vermeintlichen Mörder gefälschte europäische Pässe nutzten. Österreich soll als „Kommandozentrale“ für die Aktion gedient haben.
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Krieg in der Steckdose -
Im heißen Kampf um die Macht im Gazastreifen müssen die Bewohner des verarmten Landstrichs frieren. Weder Hamas noch Fatah wollen die Stromrechnungen der Bevölkerung begleichen.
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Riesenschniedel -
Miangul Akbar Zeb war bisher einer der erfolgreichsten Diplomaten Pakistans. Doch die Weigerung mehrerer arabischer Staaten, ihn als Botschafter zu empfangen, setzte seiner steilen Karriere vorerst ein Ende. Grund der Ablehnung: Zebs Name.
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Mieterstreit mit internationalen Konsequenzen -
Mieterstreit mit internationalen Konsequenzen
Im Ostjerusalemer Stadtviertel Scheich Dscharrah ist der Streit um Mietsrechte mehr als nur ein juristisches Problem. Israelische Siedler prozessieren gegen Palästinenser, aber die Fälle werden nicht nur vor Gericht, sondern auch auf der Bühne der internationalen Diplomatie, türkischen Archiven und durch Straßenproteste und Polizeieinsätze entschieden. Anatomie eines großen Konflikts um kleine Häuser.
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Neuer Terror zur See -
Palästinensische Terrororganisationen suchen ständig neue Wege, um Israel aus dem Gazastreifen anzugreifen. Jetzt haben sie den Weg über Meer entdeckt.
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Professoren auf Achse -
Seit dem Jahr 2002 hat der Staat Israel die Zuwendungen an die Universitäten um 20% gekürzt. Um diesem Trend entgegenzuwirken, begannen Professoren jetzt mit einer Lächeloffensive.
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Der coolste Killer in Nahost -
Der coolste Killer in Nahost
Seit dem mysteriösen Tod eines hochrangigen Hamasfunktionärs in einem Luxushotel in Dubai vor zehn Tagen ist der israelische Geheimdienst wieder in aller Munde. Der Mord an Mahmud Mabhuh, der zwei israelische Soldaten ermordet und für den militärischen Nachschub der Hamas in Gaza verantwortlich gewesen sein soll, wird Meir Dagan zur Last gelegt. Dabei hat der kleine Mann mit Glatze, Gehstock und dem gemütlich dicken Bauch so gar nichts von James Bond an sich. Trotz seines braven Erscheinungsbilds bezeichnete ihn aber selbst die ägyptische Regierungszeitung Al-Ahram vor kurzem als „Israels Supermann“. Seit rund acht Jahren führt Meir Dagan Israels legendären Geheimdienst „Mossad“. Unter der Leitung des ehemaligen Berufssoldaten hat der „lange Arm Israels“ seinen angeschlagenen Ruf wiederhergestellt. Inzwischen wird fast jeder mysteriöse Todes- oder Unfall im Iran oder der arabischen Welt Dagans Leuten angerechnet. Israel schweigt sich zufrieden aus.
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Phoenix aus der Asche -
Zweieinhalb Jahre hat Mosche Haelion, 85, im Vernichtungslager Auschwitz überlebt, in dem er seine gesamte Familie verlor. Für den Buchautor und Offizier a. D. hat der 65. Jahrestag der Befreiung des Lagers keine besondere Bedeutung. Ein Interview mit einem der letzten Überlebenden.
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Auschwitz in Jerusalem -
Der Axel Springer Verlag hat die originalen Pläne des Vernichtunsglagers Auschwitz der Holocaust Gedenkstätte Yad Vaschem übergeben. Zum ersten Mal erhielt nun die israelische Öffentlichkeit Zugang, um die Architektur des Todes zu besichtigen.
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Wenn tote Kinder Freude machen -
Wenn tote Kinder Freude machen
Immer wieder bringt der Raketenbeschuss israelischer Städte aus Gaza die ganze Region an den Rand des nächsten Krieges, da Israel keine Rakete mehr unbeantwortet lässt. Ein Interview mit den Männern, die mit Bomben Politik machen wollen.
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Terroristische Gedanken lesen -
Terroristische Gedanken lesen
Im Kampf gegen den Terror waren die Attentäter bisher im Vorteil: Sie konnten sich unerkannt ihrem Ziel nähern. Eine israelische Firma behauptet nun, dem ein Ende zu machen. Ihr Gerät soll Terroristen bereits im Vorfeld identifizieren können – indem sie ihre Emotionen liest.
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Tunnelblick -
Im Grenzgebiet von Rafah, zwischen dem palästinensischen Gazastreifen und der ägyptischen Sinaihalbinsel, tummelten sich lange hauptsächlich Schmuggler und Händler. Doch nun geht die ägyptische Regierung entschlossen gegen die Schmuggler vor. Scharfschützen auf beiden Seiten verdrängen die Kaufleute, die Spannung wächst. Ein Interview mit einem Schmuggler, der schon bald arbeitslos werden könnte.
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Handels- oder Kriegsschauplatz -
Handels- oder Kriegsschauplatz?
Bisher war Rafah, die geteilte Stadt an der Grenze zwischen dem palästinensischen Gazastreifen und dem ägyptischen Sinai, ein Eldorado. Bewohner konnten sich an einfachen Konsumgütern bereichern. Egal ob Zigaretten, Benzin, Zement oder Potenzpillen - alles wurde mit hohen Margen an Schmuggler verkauft, die es mit horrenden Gewinnspannen durch Tunnel in den belagerten Gazastreifen brachten. Der schnelle Reichtum soll jetzt ein Ende haben, zumindest wenn es nach der Regierung in der fernen Hauptstadt Kairo geht.
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Vom Freund zum Feind -
Vom Feind zum Freund - Kommentar zu den Regierungskonsultationen in Berlin
In der israelischen und deutschen Presse besteht nur wenig Interesse für die Regierungskonsultationen, die am Montag in Berlin stattfanden. Sensationshungrige Journalisten ignorieren dieses Treffen völlig zu Recht. Bahnbrechende Entwicklungen sind nicht zu erwarten, händeringend suchten Vertreter beider Seiten im Vorfeld nach Gesprächspunkten für die Minister. Die bilateralen Beziehungen sind so klar und unproblematisch, dass das meiste ohnehin bereits auf bürokratischer Ebene geregelt wird. Hochrangige Vertreter des israelischen Außenministeriums betonten den „symbolischen Wert“ der Konsultationen. Man wolle der Öffentlichkeit die Intimität der neuen Normalität demonstrieren. 65 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg sei nichts Außergewöhnliches mehr an einem hochrangigen Treffen zwischen den Regierungen beider Länder.
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Mann von mehr als 30 Frauen -
Mann von mehr als 30 Frauen
In einer Großrazzia verhaftete die Polizei in Tel Aviv gestern (Donnerstag) einen besonders erfolgreichen Poligamisten. Medienberichten zufolge lebte der 60 Jahre alte Goel Razon gleichzeitig mit mindestens 32 Frauen und zeugte mit ihnen mindestens 89 Kinder.
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Freispruch für Folter -
Ein Video, das eindeutig ein Mitglied der Herrscherfamilie der Vereinigten Arabischen Emiraten bei der Folter zeigte, hätte eigentlich zur Überführung des Verbrechers ausreichen sollen. Doch ein Gericht sprach den Scheich jetzt frei. Der fadenscheinige Grund für den Freispruch: Der Bruder des Präsidenten sei medikamentös behandelt worden und deswegen nicht für sein Verhalten verantwortlich.
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Der sicherste Flughafen der Welt -
Der sicherste Flughafen der Welt
Er gilt als einer der sichersten Flughäfen der Welt. Trotzdem ist im Flughafen von Tel Aviv nichts von der weltweiten Panikstimmung zu spüren. Im Gegenteil, in Umfragen unabhängiger Organisationen wurde Ben Gurion International zum besten Flughafen des Nahen Ostens gewählt. In seiner Größenklasse rangiert er weltweit auf Platz zwei. Ein Blick hinter die sorgsam gehüteten Kulissen an dem Ort, an dem Israel gleichzeitig für Sicherheit, Bequemlichkeit und Effizienz sorgt.
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Kampf um die Tunnel -
Seit Jahren wird die radikal-islamische Hamas im Gazastreifen belagert. Mehr als 500 Tunnel, durch die Schmuggler Waren aus Ägypten in den belagerten Landstrich einführen, erhielten das Regime bisher am Leben und sicherten seinem militärischen Arm den Nachschub. Doch Kairo will dem jetzt ein Ende machen und errichtet eine riesige Stahlmauer. Das Bollwerk ist eine Manifestation wachsender Spannungen zwischen pro-iranischen Islamisten und pragmatischen arabischen Regimes in der Region.
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Autobahn und Symbol -
Die Autobahn 443 zwischen Tel Aviv und Jerusalem ist nicht nur verkehrstechnisch wichtig - Ein Urteil des höchsten Gerichtshofes in Jerusalem macht die Straße zum juristischen Schlachtfeld, in dem über die israelische Besatzungspolitik im Westjordanland gerungen wird.
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Hier geht es um den Kopf -
Die FAZ am Sonntag veröffentlichte diesen Artikel am 27.12.2009. Für jeden, der mehr über die ultra-orthodoxen und ihre Hüte wissen will.
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Zurück zum Teufelskreis? -
Zurück zum Teufelskreis?
Nach Monaten relativer Ruhe droht das Westjordanland wieder in den Teufelskreis von Gewalt und Vergeltung zu verfallen. Das Wochenende brachte sieben Tote und viel Bitterkeit auf beiden Seiten. Die Zwischenfälle zeigen, wie schwierig es ist, Vertrauen aufzubauen, und wie leicht, es zu zerstören.
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Kommentar Keine Hoffnung aus Bethlehem -
Keine Hoffnung aus Bethlehem - ein Kommentar zu Weihnachten 2009
Der Nahe Osten gibt Weihnachten 2009 nur wenig Anlass zu Hoffnung. Doch Europa darf nicht aufgeben, und sollte die Region nicht von oben herab behandeln.
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Keine Zukunft für Christen -
Keine Zukunft für Christen
Offizielle Sprecher zeichnen ein harmonisches Bild der Koexistenz von palästinensischen Muslimen und Christen. Doch hinter den Kulissen reiben anhaltende Spannungen die kleine christliche Gemeinde Palästinas völlig auf. Eines nicht so fernen Tages könnte es im Heiligen Land überhaupt keine Christen mehr geben.
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Weihnachten nicht allein -
Weihnachten nicht allein
Ein deutsch-österreichisch-palästinensischer Musiker will seinen ehemaligen Landsleuten in Bethlehem diese Weihnacht zeigen, dass sie nicht allein sind. Künstler aus aller Welt sind ihm in die Geburtsstadt Jesu gefolgt, um die Bewohner mit einem Gratiskonzert zu erfreuen.
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Augusta in neuem Glanz -
Augusta in neuem Glanz
In einer Stadt, in der Immobilien eher Anlass zu Streit als Grund zu Versöhnung sind, dient ausgerechnet ein deutsches Gebäude als Begegnungsstätte für Juden, Christen und Muslime und als Zeichen der Versöhnung der drei Religionen. Vor 100 Jahren wurde die von Kaiser Wilhelm II. gestiftete Augusta Viktoria Kirche auf dem Ölberg eingeweiht. Im kommenden Jahr wird der restaurierte Festsaal wieder in Betrieb genommen. Auch Juden und Muslime halfen maßgeblich bei der Instandsetzung des preußischen Kaisersaals. Zu Weihnachten hat Pastor Michael Wohlrab, der das historische Gebäude verwaltet, endlich wieder Grund zu Hoffnung.
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Von Segeln und Siedlern / Kommentar -
Segel und Siedler / ein Kommentar
Jeder, der in seinem Leben einmal beim Segeln navigieren musste, weiß, dass selbst kleine Fehler große Konsequenzen nach sich ziehen. Wenn man einen Kurs für ein weit entferntes Ziel festlegt, reicht ein Messfehler von einem Grad, um statt am erwünschten Ort ganz woanders anzukommen. Ähnlich verhält es sich mit der israelischen Siedlungspolitik. Sie hat den Staat in den vergangenen vierzig Jahren völlig in die Irre geführt.
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Krieg gegen die Siedler? -
Krieg gegen die Siedler?
Die israelische Regierung will im Notfall mit massiver Gewalt gegen Siedler vorgehen. Der israelischen Bürgerarmee droht vor diesem Hintergrund eine der schwersten Zerreißproben ihrer Geschichte.
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Gaza - ein Jahr nach dem Krieg -
Gaza - ein Jahr nach dem Krieg
Ein Jahr nach dem Krieg zwischen Israel und der Hamas hat der kleine Landstrich den Schrecken noch nicht überwunden, Zerstörung ist an vielen Stellen noch immer sichtbar. Stimmen aus Gaza.
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Interviews - Gaza ein Jahr danach -
Interviews - Gaza, ein Jahr danach
Ein Jahr nach dem Krieg im Gazastreifen führte ich zwei Interviews mit den Beratern und Sprechern der Premiers von Israel und des Gazastreifen. Ahmed Jussuf ist der engste Vertraute von Ismail Haniyah, dem Premier der Hamas. Mark Regev war bereits in der Regierung Ehud Olmerts, die den Krieg in Gaza führte, Sprecher des Premiers. Er ist einer der wenigen hochrangigen Beamten, die von der neuen israelischen Regierung übernommen wurden.
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Israel, Israel rufts aus dem Wald -
"Israel, Israel" rufts aus dem Wald
Israel ist das einzige Land auf der Welt, das das neue Jahrtausend mit mehr Baumbestand begonnen hat als das Jahrhundert zuvor. Früher war es die zionistische Ideologie die Menschen dazu trieb, Bäume anzupflanzen. Heute versteht man auch die ökologische Bedeutung der Wälder, die in der Wüste sprießen.
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Siedlungsbaustop Ja oder Nein? -
Siedlungsbaustop - Ja oder Nein?
Mit seinem Schlingerkurs zum Frieden gelingt es Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, Verbündete wie Gegner im gleichen Maße zu verwirren und gegen sich aufzubringen. Nachdem er mit einem zehnmonatigen Moratorium über den Neubau von Siedlungen im Westjordanland seine Wähler unter den Siedlern verprellte, beschwert sich nun die Linke, der Premier betreibe ein doppeltes Spiel.
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Tempelberg als Pulverfass -
Der Tempelberg als Pulverfass
Immer mehr religiöse Splittergruppen träumen davon, in Jerusalem wieder einen jüdischen Tempel zu errichten. Doch der Traum könnte zum Albtraum werden. Muslime warnen vor einem drohenden Weltkrieg.
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Kommentar: Wirklich pragmatisch? -
Kommentar: Wirklich pragmatisch?
Wie kann man im Heiligen Land Frieden stiften? Sollte man zuerst versuchen, die Palästinenser zu einen, oder zuerst einen Friedensvertrag forcieren? Kann nur ein Präsident, dem es gelang, Frieden zu bringen, die Palästinenser unter seiner pragmatischen Herrschaft einen, oder sind die Palästinenser nur Verhandlungspartner, nachdem sie bereits geeint wurden? Diese Fragen gleichen der Debatte vom Huhn und dem Ei. Für den Friedensprozess sind sie ähnlich relevant. Die einzig relevante Frage lautet: Wollen beide Seiten überhaupt Frieden, und wenn ja, was für einen?
Seit rund sechzehn Jahren wird ergebnislos verhandelt. Hoffnungsvolle Euphorie ist Zynismus gewichen, der Prozess, der Vertrauen stiften sollte, säte Misstrauen. Israelis bescherte er statt Sicherheit Terror und Krieg, Palästinensern statt Freiheit Siedlungen und Armut. Wem kann man es verdenken, wenn er Absichtserklärungen der Gegenseite keinen Glauben mehr schenkt?
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Kommentar: Netanjahu verkündet Baustop -
Kommentar: Netanjahu verkündet Baustop
Handelt es sich um eine historische Entscheidung, oder nur um einen politischen Schachzug? Niemand weiß, wie die Verhängung eines zehnmonatigen Sieldungsbaustopps im von Israel 1967 besetzten Westjordanland zu verstehen ist. Israels Premier Benjamin Netanjahu geht mit dieser Ankündigung weiter als alle seine Amtsvorgänger. Noch nie wurde ein solches Moratorium verhängt. Für den ehemaligen Hardliner ist es eine ideologische Revolution, Judäa und Samaria, das eigentliche biblische Israel, als umstrittenes Gebiet zu behandeln, auf das auch die Palästinenser einen Anspruch haben. Auch wenn den Palästinensern die Verkündung nicht weit genug geht, hat diese Entscheidung eine historische Dimension.
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Netanjahu verkündet Baustop -
Netanjahu verkündet Baustop
Es sei eine „weitreichende und schmerzhafte“ Entscheidung, die er verkünde, sagte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in einer eigens einberufenen Pressekonferenz am Mittwoch Abend in Jerusalem. Seine Regierung werde in den kommenden zehn Monaten im israelisch besetzten Westjordanland einen Siedlungsbaustop verhängen. „Ich hoffe, dass diese Entscheidungen dabei helfen wird, die Verhandlungen mit den Palästinensern wiederaufzunehmen, um den Konflikt ein für allemal zu beenden“, erklärte Netanjahu seinen von manchen als historisch gewerteten Schritt. Allerdings waren die Zugeständnisse begrenzt: Öffentliche Gebäude und Bauvorhaben in Ostjerusalem, das Netanjahu weiterhin als „unsere souveräne Hauptstadt“ bezeichnete, sind von dem Verbot ausgenommen.
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Bundesaußenminister Westerwelle in Israel -
Bundesaußenminister Westerwelle in Israel
Bundesaußenminister Guido Westerwelle schaffte es bei seinem Antrittsbesuch in Israel und Palästina nur einmal kurz auf die Hitliste der israelischen Nachrichten. Die newssüchtigen Israelis hörten ganz genau hin, als er sich weigerte, die Vermittlungsbemühungen des Bundesnachrichtendienstes im Gefangenenaustausch zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas Stellung zu kommentieren. Ansonsten ging der Besuch im skandalreichen nahöstlichen Pressealltag völlig unter. In Deutschland mag der Besuch noch Aufsehen erregen, in Israel gilt die Visite eines deutschen Außenministers längst als Routine. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Seine Entscheidung sei... -
Seine Entscheidung sei...
Seine Entscheidung sei „unwiderruflich“ und werde nicht diskutiert. In seiner gesamten Karriere zeigte der palästinensische Präsident Mahmud Abbas sich selten so entschlossen wie an jenem Donnerstag Abend Anfang November, als er versuchte, die Welt zu erschüttern. Er werde in den anstehenden Wahlen nicht mehr antreten, allen Gesuchen seines Volkes zum Trotz, sagte Abbas. Seine Sprecher beteuerten, es handle sich um kein diplomatisches Manöver, sondern das Ende der Karriere des pragmatischen palästinensischen Präsidenten. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Regen als Segen und Fluch -
Regen als Segen und Fluch
Seit fünf Jahren herrscht in Palästina eine Dürre. Viele warten hoffnungsvoll auf den Winter. Doch im Gazastreifen sind tausende Menschen auch elf Monate nach dem Krieg gegen Israel noch ohne ein Dach über ihrem Kopf. Sie fürchten die kalte Jahreszeit. Selbst für die Mittelständler wird die Lage immer unerträglicher. Ein Bericht über den Alltag im belagerten Landstrich. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Originelle Lösungen für die Not -
Originelle Lösungen für die Not
Die wirtschaftliche Lage im Gazastreifen wird immer schwieriger. Selbst der ehemalige Mittelstand wird zerrieben. Dabei kommen manche originelle Ideen, um der Notlage zu begegnen.
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Araber in Israel -
Israels Gesellschaft - dritter Teil
Israels Gesellschaft ist ein einzigartiges Mosaik verschiedenster Kulturen, Sprachen, und Weltanschauungen. Israel nennt sich auch der "Judenstaat". Jeder fünfte Israeli ist jedoch kein Jude, sondern Araber. Ein Blick auf die größte ethnische Minderheit im Land. Eine Bevölkerungsgruppe, die sich ständig zwischen Hammer und Amboss befindet. Hier der dritte Teil der Serie.
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Die Russen -
Israels Gesellschaft - zweiter Teil
Israel ist zwar nur ein kleines Land mit 7,4 Million Einwohnern. Im Verhältnis zu seiner Größe hat es jedoch mehr Einwanderer aufgenommen als jedes andere Land der Welt. Israels Staatsbürger wanderten aus mehr als 100 verschiedenen Ländern ein. Die größte Gruppe neuer Einwanderer kam in den neunziger Jahren aus der ehemaligen Sowjetunion. Die mehr als 1 Million neuen Bürger wurden von ihrer Heimat ebenso geprägt, wie sie sie in ihrem eigenen Sinne veränderten. Israels Gesellschaft ist ein einzigartiges Mosaik verschiedenster Kulturen, Sprachen, und Weltanschauungen. Ein kleiner Blick ins Innere, in drei Teilen. Hier der zweite Teil.
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Die Haredim -
Israels Gesellschaft - erster Teil
Israel mag ein kleines Land sein, aber hier leben Menschen aus mehr als 100 verschiedenen Ländern. Israels Gesellschaft ist ein einzigartiges Mosaik verschiedenster Kulturen, Sprachen, und Weltanschauungen. Ein kleiner Blick ins Innere, in drei Teilen. Hier der erste Teil über die Haredim - die Ultra-Orthodoxen.
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Ein Schlag ins Wasser -
Ein Schlag ins Wasser
Der geplatzte Waffenschmuggel aus dem Iran an die Hisbollah weckt Fragen hinsichtlich des Sinns hinter dem Einsatz der UNIFIL im Libanon. Die Hisbollah rüstet, allen Weltsicherheitsratresolutionen zum Trotz, für den nächsten Krieg gegen Israel.
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Willkommen in Silicon Wadi -
Willkommen in Silicon Wadi
Der Motorradunfall war das Beste, was Avi Yaron in seinem Leben geschehen konnte. Als er schwer verletzt in ein Tel Aviver Krankenhaus eingeliefert wurde, entdeckten die Ärzte bei den Untersuchungen einen seltenen Hirntumor mit schlechter Prognose. Yaron ließ sich von der Diagnose nicht entmutigen und suchte den besten Hirnchirurgen in den USA auf. Doch selbst der konnte den Tumor nicht völlig entfernen. Der Arzt wollte Yaron Hoffnung machen: „Irgendwann wird jemand eine Mirkokamera erfinden, mit der man dreidimensionale Aufnahmen in deinem Kopf machen kann. Wenn das schnell genug geschieht, werde ich dich wieder operieren und heilen.“ Yaron wollte aber nicht abwarten. Er entschloss sich die Kamera selber zu bauen und gründete vor zehn Jahren die Firma Visionsense. Inzwischen produziert Visionsense eine 3,4 Millimeter große Kamera, die sich in den Körper einführen lässt und dreidimensionale Bilder liefert. Yaron ist heute tumorfrei und schweigt sich bescheiden über sein Gehalt aus.
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Der Iran in Jemen -
Der Iran in Jemen
Man wolle kämpfen, bis man die Huti Rebellen, diese „tyrannische, verräterische Söldnertruppe, zur Strecke gebracht“ habe. Die Kriegserklärung von Jemens Präsident Ali Abdallah Saleh ließ am Samstag keine Zweifel daran aufkommen, dass der sunnitisch geführte Jemen und das benachbarte Saudi Arabien diesmal entschlossen sind, einen Aufstand der schiitischen Minderheit in Nordjemen gewaltsam niederzuschlagen.
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Ein arabischer Siedler -
Ein arabischer Siedler
Der junge muskulöse Mann spricht akzentfrei Hebräisch, hat einen israelischen Pass, lebt in der Siedlung Ariel und zählt Siedler zu seinen Freunden. Wie viele Israelis glaubt er, dass die Palästinenser selbst für ihre Misere verantwortlich sind. Der 25 Jahre alte Soziologiestudent könnte einfach nur ein typischer israelischer Siedler sein: jüdisch, nationalistisch, ideologisch motiviert. Aber sein Name ist Muhammad Nasrallah, und er ist ein muslimischer Araber aus dem israelisch-arabischen Dorf Kalansua.
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Einsatz auf hoher See -
Einsatz auf hoher See
Israelische Kommandotruppen haben auf hoher See eine Waffenlieferung aus dem Iran an den Libanon abgefangen. Die neue Schmuggelroute könnte ein Indiz dafür sein, dass Syrien seine Bindung an den Iran lockert. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Clinton gibt Israel Recht - Abbas bleibt allein -
Clinton gibt Israel Recht - Abbas bleibt allein
So zufrieden hat Israels Premier Benjamin Netanjahu schon lange nicht mehr in die Kameras gelächelt. Die USA haben sich im Streit um den Bau in den Siedlungen auf die Seite der Israelis geschlagen und den Palästinensern einen Rüffel erteilt. Im palästinensischen Ramallah hingegen ist man bitter enttäuscht. Früheren Forderungen zum Trotz wollen die USA Palästinenserpräsident Machmud Abbas so bald wie möglich wieder bedingungslos an den Verhandlungstisch mit den Israelis bugsieren. Von Vorbedingungen an Jerusalem ist keine Rede mehr. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Frauenrechte in Ägypten -
Für Engy Ghozlan war der Weg zu ihrer Universität in Kairo eine tägliche Feuerprobe:„Sexuelle Nötigung gehört in Ägypten für Frauen zum Alltag, besonders im öffentlichen Verkehr“, erzählt die 23-jährige im Gespräch mit unserer Zeitung. Männer pfiffen ihr nach, berührten sie ungefragt, oder zeigten ihr in Einzelfällen sogar ihre Genitalien. Die mutige Journalismusstudentin ließ sich aber nicht einschüchtern und meldete sich vor zwei Jahren im „Ägyptischen Zentrum für Frauenrechte“ freiwillig, um eine Studie zum Thema durchzuführen.
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Frauenrechte am arabischen Golf -
Frauenrechte am arabischen Golf
In Kuwait konnten Frauenrechtler diese Woche gleich zwei wichtige Siege für sich verbuchen. Das höchste Gericht entschied in einer Klage zu Gunsten weiblicher Parlamentsabgeordnete und gestattete ihnen, ihren Beruf auch ohne den Hidschab, dem traditionellen islamischen Kopftuch, auszuüben. Islamisten hatten die beiden frisch gewählten Parlamentarierinnen Rola Daschti und Asil al-Awadi verbannen wollen, da sie sich weigerten, den Hidschab zu tragen. Es war nicht der einzige Sieg der vier Frauen, die im Mai dieses Jahres erstmals ins Parlament gewählt wurden. Nur wenige Tage zuvor hatte ein anderes Gericht ein Gesetz aus dem Jahre 1962 außer Kraft gesetzt und erklärt, dass Kuwaits Frauen künftig auch ohne Zustimmung ihres Ehemanns einen Reisepass erhalten können. „Das ist hier nicht der Iran oder Saudi Arabien“, sagte die sichtlich zufriedene Daschti. In den Nachbarländern ist das Tragen des Hidschab gesetzliche Pflicht. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Streit ums Wasser -
Streit ums Wasser
Ein neuer Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) beschuldigt Israel, den Palästinensern im Westjordanland und im Gazastreifen das Wasser abzugraben. Israelis bestreiten das vehement und behaupten, den Palästinensern sogar mehr Wasser zu liefern als sie eigentlich müssten. Wie in jeder Frage des Nahostkonflikts sind Fakten ihre Interpretation umstritten. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Unruhen in Jerusalem -
Unruhen in Jerusalem
Am Wochenende wurde Jerusalem einmal mehr zum Brennpunkt des Nahostkonflikts. Israelische Polizisten lieferten sich an mehreren Stellen Straßenschlachten mit palästinensischen Jugendlichen, dabei wurden 21 Palästinenser festgenommen, mehr als 20 Demonstranten und drei Beamte wurden verletzt. Zwar herrschte gestern (Montag) eine gespannte Ruhe in der Stadt, doch schien es sich nur um eine Pause zu handeln. Extremisten auf beiden Seiten schienen bemüht, die Gemüter weiter anzuheizen um die religiöse Bedeutung Jerusalems für eigene Zwecke zu missbrauchen. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Abbas spaltet Palaestinenser -
Abbas spaltet Palästinenser
Den Beschimpfungen aller Beteiligten zum Trotz waren arabische Vermittler seit mehr als einem Jahr bemüht, den seit zwei Jahren schwelenden Bruderkrieg zwischen den beiden mächtigsten palästinensischen Parteien zu beenden. Nun scheint die pro-westliche Fatah, die das Westjordanland kontrolliert, die Hoffnung auf Aussöhnung mit der islamistischen Hamas aufgegeben zu haben. Am Wochenende verkündete Palästinenserpräsident und Fatah-Vorsitzender Mahmud Abbas Wahlen für den 24. Januar 2010: „Wir mussten uns dem Gesetz beugen, als wir sahen, dass die Aussöhnung mit der Hamas scheitert“, sagte Abbas auf einer Sitzung des Zentralkomitees der PLO in Ramallah. „Der Beschluss ist unwiderruflich“, fügte er hinzu. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Stillstand als Ziel -
Stillstand als Ziel
Er ist knapp sechs Monate im Amt, und schon hat Israels Premier Benjamin Netanjahu fast genau das erreicht, was er wollte. Im Inland sitzt er fest im Sattel. Seine Zustimmungsrate liegt bei über 60 Prozent, seine Opposition ist unsichtbar geworden. Die Arbeiterpartei, traditionell die wichtigste Bedrohung von links, ist Teil seiner Koalition und kann sie nicht verlassen solange ihr Vorsitzender Ehud Barak Dank haarsträubender Skandale mit seiner Unbeliebtheit Rekorde erzielt. Die einzige Oppositionspartei Kadima unter den uncharismatischen Zippi Livni ist in den öffentlichen Debatten kaum vernehmbar. Auch von rechts droht Netanjahu kein Aufstand. Solange er an seiner Friedenseinfrierpolitik weiter festhält und Siedlungen ausbaut wird sich sein Gegenüber, Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, weigern, Gespräche zu führen. Damit ist Netanjahu der Pflicht enthoben, bedeutsame Zugeständnisse zu machen, die die Siedlerlobby verprellen könnten. Im Osten nichts Neues. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Verlogen und destruktiv -
Verlogen und destruktiv
Mehr als 1000 Palästinenser, viele von ihnen Zivilisten, wurden während des Krieges zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen im Januar getötet. Sie wurden von Bomben verbrannt, Kugeln durchlöchert, Granaten zerfleischt und unter den Trümmern ihrer eigenen Häuser begraben. Nun hat der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in einer Resolution Israel der Kriegsverbrechen bezichtigt. Er will die Angelegenheit dem Weltsicherheitsrat und vielleicht sogar dem internationalen Gerichtshof vorlegen. Das Leid der Palästinenser ist mehr als tragisch, aber handelt es sich dabei um Kriegsverbrechen? © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Israel bleibt allein -
Israel bleibt allein
Der Anblick ist schauerlich: Der Soldat stellt ein kleines Mädchen in einer Sackgasse. Mit einem Lächeln versucht die Kleine ihr Leben zu retten, doch der Mann zielt kaltblütig und zieht den Abzug. Blutüberströmt fällt das Kind zu Boden. Der Soldat ist ein Israeli, das Mädchen eine Palästinenserin, die Szene ist die freie Erfindung der Fernsehserie "Ayrilik", die mit einer Vielzahl derart grausamer Szenen geschmückt ist und dieser Tage im türkischen staatlichen Fernsehen ausgestrahlt wird. Ayrilik ist nur Symptom dafür, dass die einst intimen Beziehungen zwischen Israel und der Türkei auf einem neuen Tiefpunkt angelangt sind, mit potentiell weit reichenden Folgen für die gesamte Region. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Kämpfer für den Frieden -
Kämpfer für den Frieden
In seinem Privatleben scheint der palästinensische Premierminister Salam Fayad den Frieden in Nahost bereits verwirklicht zu haben. Auf Hochzeiten der israelischen Elite und Podiumsdiskussionen israelischer Universitäten ist er ein gern gesehener Ehrengast. Manchmal bekommt man den kleinen Mann mit der unerwartet männlich tiefen Stimme in den Gärten der Jerusalemer Luxushotels zu Gesicht, wenn er dort mit hochrangigen israelischen Politikern wie der ehemaligen Außenministerin und heutigen Oppositionsführerin Tzippi Liwni plauscht. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Fayad setzt auf Diplomatie -
Fayad setzt auf Diplomatie
Drei Monate nach einer Pressekonferenz für die eigenen Medien stellte der palästinensische Premierminister Salim Fayad gestern in Ramallah seinen eigenen Friedensplan der internationalen Presse vor. Absicht ist die Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaates innerhalb von zwei Jahren. Bisher wurde Fayads Aufruf von den Israelis ignoriert. Doch der zähe Premier gibt nicht auf. Mit einer neuen Kampagne will er die Welt dazu bewegen, den Israelis die Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen und die Gründung eines Palästinenserstaates aufzuzwingen. Sollte der Staat Israel seinen Pflichten nicht nachkommen, wolle er einseitig Voraussetzungen für die Staatsgründung schaffen: "Wir sind proaktiv." © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Immer noch Tabu -
Immer noch Tabu
Sechzig Jahre nach dem Völkermord der Nazis an den Juden wird das Verhältnis zwischen Deutschland und Israel vor allem von tiefer Freundschaft geprägt. Doch nun ist im Land der Schoa-Opfer ein Streit über die Kooperation zwischen einer israelischen und einer deutschen Stadt entbrannt. Das Vorhaben, die Jugend aus Dachau und Rosch Haayn einander näher zu bringen, wurde zum Eklat. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Nahost sieht Obamas Nobelpreis kritisch -
Nahost sieht Obamas Nobelpreis kritisch
Die offiziellen Sprecher der amerikanischen Verbündeten im Nahen Osten waren gestern darum bemüht, US-Präsident Barack Obama zum Friedensnobelpreis zu gratulieren. Doch auf beiden Seiten des israelisch-arabischen Konflikts betrachtete die Bevölkerung den überraschenden Gewinn Obamas eher kritisch. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Erster Deal zwischen Hamas und Israel -
Erster Deal zwischen Hamas und Israel
Dank deutscher Vermittlung wurde gestern die erste vertrauensbildende Maßnahme zwischen den Erzfeinden Israel und der radikal-islamischen Hamas vollzogen. Israel entliess 19 inhaftierte Palästinenserinnen und erhielt dafür im Gegenzug ein Lebenszeichen vom Soldaten Gilad Schalit, der vor mehr als drei Jahren von der Hamas in den Gazastreifen verschleppt wurde. Es ist der erste Handel, den Israels Hardline Premier Benjamin Netanjahu mit den Islamisten eingeht. Für die Hamas stellt der Deal einen Propagandasieg dar. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Religion in der Siedlungspolitik -
Religion in der Siedlungspolitik
Sie sind nicht wegen des atemberaubenden Ausblicks hier. Friedlich rascheln die Zweige der grünen Olivenhaine auf den sanft rollenden Hügeln, die seit Menschengedenken bebaut werden und an Jesajas Versprechen erinnern, dass die Völker „ihre Schwerter zu Pflugscharen ... verschmieden werden; kein Volk wird wider das andere ein Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen.“. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Jeder zu seiner Zeit -
Jeder zu seiner Zeit
In Jerusalem leben die Menschen nicht nur in unterschiedlichen Stadtvierteln, sondern auch in verschiedenen Zeitzonen. Religion wird am Zifferblatt erkenntlich. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Obamas erster Nahostgipfel -
Obamas erster Nahostgipfel
Zum ersten Mal seit dem Wahlsieg des israelischen Hardliners Benjamin Netanjahu kam es in der Nacht zum Dienstag unter der Schirmherrschaft von US-Präsidenten Barack Obama in New York zu einem Gipfeltreffen zwischen der neuen israelischen Regierung und der palästinensischen Führung. Doch die Palästinenser waren sichtlich unbeeindruckt: Am Tag danach warnten sie sogar vor neuen Unruhen, während die Islamisten der Hamas den pragmatischen Präsidenten Machmud Abbas beschuldigten, vor Israel kapituliert zu haben. Allseits wurde betont, dass der Fototermin im schicken Waldorf Astoria nicht den Beginn von Friedensverhandlungen symbolisiere. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Obama bringt Nahostgipfel zustande -
Obama verkündet Nahostgipfel
Nur einen Tag vorher hatte es so ausgesehen, als erfahre die Nahostpolitik des US-Präsidenten Barack Obama einen schweren Rückschlag. Doch im letzten Augenblick haben die USA einen Nahostgipfel zwischen Israelis und Palästinensern zustande gebracht. Die Erwartungen an das Treffen werden bewusst niedrig gehalten. © 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
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Ist Hisbollah pleite? -
Ein Finanzskandal im Libanon stürzt nicht nur tausende betrogene Investoren in den Ruin, er könnte auch politische Konsequenzen haben. Unter den Verlierern befindet sich auch die schiitische Hisbollahmiliz, die hunderte Millionen Euro verloren haben soll.
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Wer ist der Böse? -
Pünktlich zum jüdischen Neujahr soll im Nahen Osten ein neuer Friedensprozess beginnen. Die USA hoffen, noch während der UN-Vollversammlung in New York im September ein Gipfeltreffen zwischen Israels Premier Benjamin Netanjahu und dem palästinensischen Präsidenten Machmud Abbas zustande zu bringen. Unter der Schirmherrschaft von US-Präsident Barack Obama soll damit der Grundstein für einen regionalen Verhandlungsprozess gelegt werden. Doch nicht alle Akteure tanzen nach der Pfeife des neuen Hausherrn in Washington. Ausgerechnet Israel übernimmt dabei die geächtete Rolle des Spielverderbers.
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Baustopp oder nicht? -
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu scheint sich dem westlichen Druck zu beugen und nähert sich der Verkündung eines Baustopps im israelisch besetzten Westjordanland. Doch kurz bevor die Arbeiten in den Siedlungen zum Erliegen kommen sollen, will der rechte Premier noch hunderte Baugenehmigungen erteilen, um seine rechten Koalitionspartner zu beruhigen. Das Vorhaben hat international scharfe Kritik ausgelöst.
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Russischer Frachter schlägt hohe Wellen -
Russischer Frachter schlägt hohe Wellen
Die vermeintliche Entführung des russischen Frachters „Arctic Sea“ und die spektakuläre Befreiungsaktion mitten im Atlantik geben Anlass zu immer neuen Spekulationen. Schon jetzt deckt sich die offizielle Version russischer Behörden nicht mit dem Wissenstand westlicher Medien. Gut informierte israelische Quellen berichten nun, dass die Entführung vom russischen Geheimdienst FSB inszeniert worden sein soll, um ein heimliches Waffengeschäft zwischen der russischen Mafia und dem Iran zu vertuschen.
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Frieden in zwei Jahren -
In seinem Privatleben scheint der palästinensische Ministerpräsident Salam Fayad den Frieden schon verwirklicht zu haben. Auf Hochzeiten der israelischen Elite und Podiumsdiskussionen israelischer Universitäten ist er ein gern gesehener Ehrengast. Manchmal bekommt man den kleinen Mann mit der tiefen Stimme in den Gärten der Jerusalemer Luxushotels zu Gesicht, wenn er dort mit hochrangigen israelischen Politikern wie der ehemaligen Außenministerin und heutigen Oppositionsführerin Zipi Livni plauscht. Zwei Jahre gibt sich Fayad Zeit, um den Konflikt im Nahen Osten beizulegen – ein ehrgeiziges Ziel.
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Hart gegen Korruption -
In Israel erklärte die Justiz der Politik offen den Krieg. Zwei ehemalige Minister traten gestern langjährige Haftstrafen für Bestechung oder Veruntreuung öffentlicher Gelder an, gegen den ehemaligen Premier Ehud Olmert wurde Anklage erhoben, gleichzeitig begann das Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen Staatspräsidenten Mosche Katsav, der beschuldigt wird, weibliche Angestellte belästigt und vergewaltigt zu haben. Israelische Medien loben die Prozesse als Beweis für die Unbestechlichkeit der Justiz und werten sie als Versuch, neue Normen im öffentlichen Leben durchzusetzen. Anhänger der Politiker wähnen hinter den Prozessen die systematische Verfolgung benachteiligter Bevölkerungsgruppen.
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Israel im Madonnafieber -
Israel mag sich selbst als jüdischen Staat bezeichnen, trotzdem sorgt der Besuch des amerikanischen Popstars Madonna hier für große Aufregung. Ihre Beliebtheit ist hier so groß, dass selbst Premierminister Benjamin Netanjahu und Oppositionsführerin Tzippi Liwni die Gelegenheit nutzen wollen, mit ihr fotografiert zu werden, und sie deswegen zum Mittagessen eingeladen haben. Die Karten für das erste Konzert von Madonna, das am 1. September im Stadtpark von Tel Aviv stattfinden soll, waren so schnell ausverkauft, dass die Veranstalter gleich noch ein zweites Konzert anhängen mussten.
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Zwischen Bibel, Toskana und Wildem Westen - die israelischen Siedlungen -
Zwischen Bibel, Toskana und Wildem Westen - die israelischen Siedlungen
Die israelischen Siedlungen im Westjordanland gelten als einer der größten Stolpersteine auf dem Weg zum Frieden. Die Palästinenser beanspruchen das Land für ihren Staat und fordern, die etwa 300.000 jüdischen Siedler zu evakuieren. Die Bewohner der rund 180 staatlich genehmigten Siedlungen und 90 illegalen Außenposten betrachten ihre Präsenz im Land der Bibel jedoch als Erfüllung eines göttlichen Auftrags oder als Schutzwall Israels vor palästinensischem Terror. Sie wollen die Siedlungen weiter ausdehnen.
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Unabhängig in zwei Jahren -
Unabhängig in zwei Jahren
© 2009 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable
Der palästinensische Premierminister Salam Fayad hat gestern einen eigenen Friedensplan vorgestellt. Laut dem 65 Seiten langen Dokument will seine Regierung spätestens in zwei Jahren einen unabhängigen Palästinenserstaat ausrufen, selbst wenn die Verhandlungen mit Israel bis dahin zu keinem Ergebnis geführt haben. Dieser Staat soll „friedliebend, demokratisch und progressiv“, ein „Symbol der Toleranz“ werden und sich auf den 1967 von Israel eroberten Gebieten befinden, mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Die Zwischenzeit will Fayad nutzen, um die notwendigen Institutionen aufzubauen. Er will die Sicherheitsorgane der Palästinenser und die Wirtschaft stärken. Er plane die Errichtung eines internationalen Flughafens im Jordantal und Bahnverbindungen mit arabischen Nachbarstaaten. Fayad wird vom Westen gestützt und wurde von Präsident Machmud Abbas im Amt eingesetzt, besitzt aber keine eigene Machtbasis. Seine Partei konnte in Parlamentswahlen 2006 nur 2,4% und damit 2 von 132 Sitzen erringen.
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Lernen zwischen den Fronten - Schulkinder in Gaza -
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