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Aktuelle Artikel
Status Quo im Wandel -
Status Quo im Wandel

In seiner Unabhängigkeitserklärung bezeichnete Israel sich als „jüdischer Staat“, doch die Bedeutung dieses Begriffes ist unklar. Lang regelte der „Status Quo“ das schwierige Verhältnis zwischen säkularen und orthodoxen Juden regeln soll. Heute fürchten säkulare Juden heute den zunehmenden Einfluss der Religiösen.

© 2011 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable

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Nicht reden, mitmischen -
Nicht reden, mitmischen

Israels bekanntester Fernsehmoderator wurde diese Woche zum Hoffnungsträger, als er seinen Job aufgab um eine neue Partei zu gründen. Er ist nur einer von einer ganzen Reihe von Journalisten, die nicht mehr nur schreiben, sondern mitmischen wollen.

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Lange Rede, wenig Sinn -
Lange Rede, wenig Sinn

Eine neue Ansprache von Präsident Baschar Assad eröffnete keine Perspektiven für ein friedliches Ende der Unruhen im Land. Im Gegenteil: Nachbarstaaten haben begonnen, sich auf einen Bürgerkrieg in Syrien vorzubereiten.

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Von Rauch und Missbrauch -
Von Rauch und Missbrauch

Eine israelische Perspektive der Affäre um Bundespräsident Christian Wulff.

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Realitätscheck -
Realitätscheck

Was ist die Realität in Nahost - eine Kolumne

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Wendepunkt erreicht? -
Wendepunkt erreicht?

Erstmals droht der Kommandant der „Freien Syrischen Armee“ dem Diktator Baschar Assad mit einer Offensive. Selbst die israelischen Geheimdienste glauben ihm: Der Kampf um die Herrschaft in Damaskus könnte einen kritischen Phase erreicht haben. Laut Schätzungen aus Israel könnte Assad in wenigen Wochen gestürzt werden.

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Newsflash Scroller PRO for Mambo 4.5.1, © 2004 webraydian.com


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Termin: Ende Mai/Anfang Juni wieder auf Vortragsreise in Deutschland und der Schweiz
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Written by Gil Yaron   
Tuesday, 10 January 2012
Von Rauch und Missbrauch

Kein Rauch ohne Feuer“ – lautet ein Hebräisches Sprichwort, und wohl die wichtigste Lehre, der Gerichtsprozesse gegen israelische Politiker. Es bedeutet: Wenn sich viele Gerüchte um eine Person ranken, ist oft Wahres dran. Mit stichfester Beweisführung eines rechtstaatlichen, gerichtlichen Prozesses hat das nichts zu tun und genügt auch nicht, um Präsidenten einer Straftat zu überführen. Aber für einen Rücktritt sollte es genügen. Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Beweisen und Gerüchten. Es ist derselbe Unterschied wie zwischen einer Haftstrafe und dem Privileg, einen Staat oder eine Stadt zu führen oder zu repräsentieren.

Israel hält augenblicklich eine traurige Führungsposition: Nirgends wurden so viele Spitzenpolitiker in so kurzer Zeit angeklagt und hinter Gitter gesteckt wie hier. Mehrere Minister sitzen bereits wegen Bestechung, Amtsmissbrauch oder sexueller Nötigung in Haft. Der Verdacht gegen Bundespräsident Christian Wulff wirkt wie eine Petitesse, vergleicht man ihn mit den Sexualverbrechen von Ex-Präsident Mosche Katsav oder den Bestechungsaffären, deren Ex-Premier Ehud Olmert bezichtigt wird, darunter der größte Schmiergeldskandal in Israels Geschichte. In allen Fällen kursierten seit Jahren Gerüchte über die Beteiligten. Weibliche Angestellte in Katsavs Ministerien warnten einander, nicht mit ihm allein im Büro zu sein, Olmerts Karriereleiter wurde stets von Skandalen geschmückt.

Gerüchten stellen Medien vor ein moralisches Dilemma: Dürfen sie veröffentlicht werden, obschon sie rufschädigend sind und die Karriere talentierter, unschuldiger Politiker jäh beenden können? Oder müssen Journalisten schweigen, bis sie Beweise haben? Was wiegt schwerer: Amtsmissbrauch von Politikern oder Machtmissbrauch und Sensationslust der Medien?

Selbst in unseren modernen Zeiten können nur scheinbar altertümliche Werte wie persönlicher Anstand, ein richtiges Maß an Sensationslust, Respekt und Wahrheitsliebe die Antwort darauf sein. Israels Erfahrung lehrt: Berichten Journalisten verschiedenster Couleur Ähnliches über denselben Politiker, kommen im Laufe der Zeit meist nur noch mehr Affären ans Licht. Illegale Praktiken sind selten isolierter Vorfall, sondern meist Ausdruck problematischer Verhaltensmuster. Bei Korruption gilt es, den Anfängen zu wehren: Wer zuerst kleine Summen verlangt, will später größere. Wer heute die Veröffentlichung eines Artikels verhindern will, lässt später, wie diese Woche in Israel, Zeugen mit Schüssen auf ihr Fahrzeug einschüchtern.

Das Hebräische Sprichwort ist ausbaufähig: „Wo Rauch ist, sollte man schnell löschen, damit aus kleinen Flammen kein Flächenbrand wird.“

© 2011 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable

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© 2012 Gil Yaron - Making the Middle East Understandable